pretix ist vermutlich das ehrlichste Ticketing-Werkzeug im deutschsprachigen Raum: 2,5 % vom Netto-Ticketpreis, gedeckelt bei 15 € pro Ticket, und wer will, hostet die Open-Source-Version für immer kostenlos selbst (pretix.eu/about/de/pricing, gelesen am 22.08.2026). Wenn du trotzdem nach einer pretix Alternative suchst, liegt das selten am Preis – sondern daran, was nach dem Verkauf passiert. pretix verkauft Tickets und scannt sie an der Tür; was es nicht tut, ist den Gast von gestern zum Gast von nächster Woche zu machen. Für genau diese Lücke ist Movent gebaut, die Eventim-Alternative für unabhängige Veranstalter: Verkauf, Einlass und Stammgäste-Programm aus einem Guss, gedacht für Clubs, Bars und Promoter, deren Umsatz von Wiederkehr lebt.
Jede Aussage über pretix in diesem Text stammt von pretix' eigenen Seiten und trägt ihr Lesedatum – du kannst alles selbst nachschlagen.
Warum suchen Veranstalter nach einer pretix Alternative?
Erst das Lob, weil es verdient ist: pretix veröffentlicht seine Preise vollständig, verlangt keine Grundgebühr und keinen Mindestvertrag, und die ersten 500 Freitickets pro Kalenderjahr kosten nichts (pretix.eu/about/de/pricing, gelesen am 22.08.2026). Nach eigenen Angaben arbeiten mehr als 3.000 Kunden mit der Software (pretix.eu/about/de/, gelesen am 22.08.2026). Wer hier weggeht, geht aus einem von drei Gründen – und alle drei stehen bei pretix selbst nachlesbar:
1. Selbst hosten ist ein echter Admin-Job. Die Community-Edition ist dauerhaft kostenlose Open-Source-Software (AGPLv3 mit Ergänzungen) – vorausgesetzt, jemand administriert einen Linux-Server samt Datenbank. pretix schreibt dazu selbst: „Wenn Sie hiermit keine Erfahrung haben, empfehlen wir pretix Hosted" (pretix.eu/about/de/pricing/selfhosted, gelesen am 22.08.2026). Die Enterprise-Varianten für Selbst-Hoster beginnen bei 499 € im Jahr und skalieren nach Bestellvolumen und Umsatz bis in fünfstellige Beträge (gleiche Seite). Ein Promoter, der freitags eine Party füllt, hat selten einen Serveradmin im Team – und landet damit ohnehin bei Hosted, also bei einer klassischen SaaS-Entscheidung.
2. Nach dem Checkout ist Schluss. Auf pretix' Startseite, der deutschen Produktübersicht, der Preisseite und der Scan-Seite (alle gelesen am 22.08.2026) taucht kein Treueprogramm auf, keine Punkte-Mechanik, kein Werkzeug, das Wiederkehr belohnt. Die Produktfamilie – pretixPOS, pretixSCAN, pretixKIOSK, pretixLEAD – deckt Kasse, Einlass, Selbstbedienung und Messekontakte ab. Das ist konsequent: pretix ist als Ticketing-Werkzeug gebaut, nicht als Bindungswerkzeug. Nur heißt das eben auch: Der Gast, der dreimal bei dir war, sieht für die Software exakt so aus wie der, der einmal kam.
3. Gebaut ist es für Konferenzen, nicht für Clubnächte. pretix nennt seine Einsatzfelder selbst: Konferenzen und Tagungen, Messen, Museen und Bibliotheken, Parks und Zoos, Workshops, Konzerte und Theater, digitale Events, Festivals (pretix.eu/about/de/, gelesen am 22.08.2026). Konzerte und Festivals überlappen mit unserer Welt, keine Frage – aber eine Kategorie für Clubs, Partys oder Nightlife führt die Liste nicht. Wer jede Woche dieselbe Zielgruppe erreichen muss, kauft hier ein Werkzeug, das für ein anderes Veranstaltungsleben entworfen wurde.
Die Messlatte: vier Kriterien, offen angelegt
Damit du das Fazit prüfen kannst, bewerten wir pretix nach denselben vier Punkten wie unsere übrigen Vergleiche: Preistransparenz, Einlasskontrolle, Stammgäste-Fähigkeit und Nightlife-Eignung. Und gleich vorweg das Ergebnis beim ersten Punkt: Bei der Preistransparenz gewinnt pretix diesen Vergleich. Alle Zahlen stehen öffentlich, die Deckelung bei 15 € pro Ticket ist im Markt selten, und eine kostenlose Selbst-Hosting-Option bietet sonst keiner der Anbieter aus unseren bisherigen Vergleichen. Der Rest des Vergleichs entscheidet sich an den anderen drei Kriterien.
Movent: die Eventim-Alternative für unabhängige Veranstalter
Movent beantwortet eine Frage, die pretix gar nicht stellt: Was passiert mit dem Gast nach dem Abend? Bei uns trägt jedes Ticket das Treueprogramm schon in sich – wer kommt, sammelt Punkte und digitale Andenken, unter deiner Marke, nicht unserer. Der Scanner an der Tür prüft nicht nur das Ticket, er zahlt gleichzeitig auf das Konto des Gastes ein. Verkauf, Einlass und Wiederkehr sind ein System, kein Baukasten aus drei Apps.
Dahinter stehen gemessene Zahlen statt Behauptungen: 8.214 bezahlte Tickets und mehr als 240.000 € Ticketvolumen laufen über die Plattform, an echten Club-Türen stehen 6.993 erfolgreiche Scans bei einer Quote von 96,5 % (eigene Plattformdaten, Stand 17.08.2026). Und weil Ehrlichkeit auch für uns selbst gilt: Unsere Kennzahl für Wiederkehr steht aktuell bei durchschnittlich 1,13 bezahlten Besuchen pro Gast und Veranstalter – das Ziel sind 1,8 bis 2,0 (Stand 17.08.2026). Wir veröffentlichen die Zahl trotzdem, denn genau an ihr messen wir, ob das Produkt sein Versprechen hält. Zeig uns die Ticketing-Plattform, die ihre Wiederkehr-Quote offenlegt.
Die Preise: Starter 0 € / Growth 149 € / Scale 499 € pro Monat. Dazu kommt eine Servicegebühr von rund 6 %, die der Käufer auf den Ticketpreis zahlt – Movents eigene Marge daran beträgt je nach Tarif 1–3 Prozentpunkte, aufgeschlüsselt auf unserer Business-Seite. Bezahlt wird über dein eigenes Konto bei deinem eigenen Zahlungsanbieter; dessen Gebühren kommen obendrauf, dafür fließt dein Geld in deinem Rhythmus.
Was Movent nicht kann, damit du es nicht erst im Onboarding merkst: kein Self-Hosting und kein offener Quellcode, kein Saalplan für bestuhlte Häuser, keine Kassen-Hardware, kein Messe-Lead-Scanning – und pro Ticket gerechnet ist pretix schlicht günstiger. Wir sind zudem die deutlich jüngere Plattform. Wer nur Tickets verkaufen will, so billig wie möglich, hat oben alles gelesen, was er braucht.
Am besten für: unabhängige Clubs, Partyreihen und Promoter im deutschsprachigen Raum, die dieselben Gäste immer wieder erreichen wollen – und denen ein Ticket ohne Bindung zu wenig ist.
Wo pretix stark ist – und wer dort bleiben sollte
pretix bleibt ein bemerkenswertes Stück Software: offener Quellcode, eine Preisstruktur ohne Kleingedrucktes, Kassensystem und Einlass-Apps aus einer Hand. Auch die Einlasskontrolle ist ernst zu nehmen – zur Scan-App schreibt pretix: „Wenn die Internetverbindung jedoch nicht zuverlässig verfügbar ist, können Sie die App in den Offline-Modus schalten und ohne Unterbrechung weiterscannen" (pretix.eu/about/de/scan, gelesen am 22.08.2026). Offline-Fähigkeit an der Tür ist bei uns genauso Standard, aber wir behaupten nicht, dass pretix dort schwächelt – tut es nach eigener Dokumentation nicht.
Bleib bei pretix, wenn: du eine Konferenz, ein Museum, einen Verein oder ein bestuhltes Haus bespielst, dein Team die Plattform selbst betreiben kann oder will, und Gästebindung für dein Format schlicht keine Rolle spielt. Für diesen Fall ist pretix nach unserer Einschätzung eines der besten Werkzeuge am Markt – eine Alternative brauchst du dann nicht.
pretix und Movent nebeneinander
Keine Tabelle, nur die Posten im Klartext – pretix-Angaben von der Preisseite, gelesen am 22.08.2026:
- Gebührenmodell: pretix berechnet 2,5 % des Netto-Ticketpreises, maximal 15 € pro Ticket, zuzüglich Zahlungsabwicklung · bei Movent kommt ein Aufschlag von rund 6 % auf den Käufer zu; unsere eigene Marge daran: je nach Tarif 1–3 Prozentpunkte.
- Beispiel 10-€-Ticket: pretix 0,25 € bei 10 € netto – verkaufst du inklusive 19 % USt, sind es rund 0,21 €, denn pretix rechnet vom Nettopreis · Movent etwa 0,60 €. Die Modelle unterscheiden sich – bei pretix wird die Gebühr dem Veranstalter berechnet, bei Movent trägt sie der Käufer –, aber in Summe ist pretix pro Ticket günstiger. Der Unterschied liegt nicht im Preis, sondern darin, was die Gebühr mitbezahlt: bei uns das komplette Stammgäste-Programm.
- Grundgebühr: pretix keine, kein Mindestvertrag · Movent Starter 0 €, Growth 149 €, Scale 499 € pro Monat.
- Self-Hosting: pretix Community-Edition dauerhaft kostenlos (Linux-Admin vorausgesetzt), Enterprise ab 499 €/Jahr · Movent nur als gehostete Plattform.
- Einlass: beide offline-fähig; bei Movent füttert jeder Scan zusätzlich das Treueprogramm des Gastes.
- Stammgäste: pretix keine entsprechende Funktion auf den Produktseiten (gelesen am 22.08.2026) · bei Movent steckt die Stammgäste-Mechanik in jedem verkauften Ticket.
Der Wechsel, ohne Drama
- Kein laufendes Event anfassen. Verkauf, der läuft, bleibt wo er ist – das nächste Event startet auf Movent, beide Systeme laufen parallel aus.
- Daten sichern, solange alles läuft. Exportiere Bestellungen und Gästedaten aus deiner pretix-Instanz, bevor du Hosted kündigst oder den eigenen Server abschaltest – hinterher ist es unnötig mühsam.
- Erst die Punkte-Logik, dann der Verkauf. Definiere Prämien und Punktewerte vor dem ersten Movent-Ticket, damit schon Käufer Nummer eins im Programm landet.
- Die Tür einmal trocken durchspielen. Scanner-App aufs Gerät, Probetickets scannen, absichtlich das WLAN ausmachen. Zehn Minuten Aufwand, und die erste echte Schlange ist Routine.
Fazit: Wer braucht die pretix Alternative wirklich?
Wer reine Ticketabwicklung sucht, findet bei pretix das transparenteste Angebot, das uns im deutschen Markt begegnet ist – daran ändert dieser Vergleich nichts, und das haben wir oben ohne Umschweife so eingeordnet. Die Suche nach einer pretix Alternative wird dann berechtigt, wenn dein Geschäft nicht an einzelnen Verkäufen hängt, sondern an Gesichtern, die wiederkommen: Dann fehlt bei pretix die entscheidende Schicht, und genau die ist bei Movent der Kern. Als Eventim-Alternative für unabhängige Veranstalter verbinden wir den Ticketverkauf mit dem Grund, warum es ihn nächste Woche wieder gibt. 15 Minuten Gespräch reichen, um zu wissen, ob dein Laden dazu passt. Den Marktüberblick liefert unser Plattform-Vergleich für Deutschland, und wie ein Stammgäste-Programm im Club konkret funktioniert, steht hier im Detail.
Häufige Fragen zur pretix Alternative
Welche pretix Alternative eignet sich für Clubs und Partyreihen? Aus unserer Sicht Movent: Ticketing mit eingebautem Stammgäste-Programm, Zahlung über dein eigenes Konto und ein Scanner, der Wiederkehr misst statt nur Einlass. Für Konferenzen, Museen oder bestuhlte Häuser bleibt pretix selbst die naheliegende Wahl – dafür wurde es gebaut.
Ist pretix wirklich kostenlos? Die selbst gehostete Community-Edition ja – dauerhaft, als Open Source, gegen den Preis der eigenen Server-Administration. Die gehostete Version kostet 2,5 % vom Netto-Ticketpreis (maximal 15 € pro Ticket); Freitickets sind bis 500 Stück im Jahr inklusive (pretix.eu/about/de/pricing, gelesen am 22.08.2026). Movent kostet im Starter-Tarif 0 € im Monat; die Servicegebühr trägt der Käufer.
Hat pretix ein Stammgäste- oder Treueprogramm? Auf den Produkt-, Preis- und Scan-Seiten (gelesen am 22.08.2026) findet sich keins – die Produktfamilie endet beim Einlass. Wenn Gästebindung dein Thema ist, brauchst du entweder ein Zusatzsystem oder eine Plattform, die beides von Haus aus verbindet.
Kann ich ein Treueprogramm auch neben pretix laufen lassen? Ja – ein Loyalty-Programm funktioniert auch zusätzlich zum bestehenden Ticketing. Der komplette Umstieg lohnt sich erst, wenn du Verkauf, Einlass und Bindung ohnehin in einem System haben willst.
Für welche Events ist pretix am besten geeignet? pretix nennt seine Felder selbst: Konferenzen, Messen, Museen, Parks und Zoos, Workshops, Konzerte und Theater, digitale Events, Festivals (pretix.eu/about/de/, gelesen am 22.08.2026). Je institutioneller das Format, desto besser passt es – je mehr dein Geschäft von Stammpublikum lebt, desto eher stößt du an die Grenze.
Und wenn ich Saalplan, Kasse oder Self-Hosting brauche? Dann sag dir die Antwort lieber jetzt: Movent hat davon nichts. Bestuhlte Häuser, Kassen-Hardware und der Betrieb auf eigenen Servern sind pretix-Terrain. Eine Stammgäste-Ebene lässt sich dort später immer noch daneben stellen – wechseln musst du dafür nicht.
