Frankfurt Geheimtipps zum Ausgehen: Bars und Spots abseits der Touristenpfade
Frankfurt hat einen Ruf als Geschäftsstadt – und genau deshalb übersieht man leicht, wie gut man hier ausgehen kann, wenn man weiß, wohin. Die besten Abende passieren nicht auf dem Touristen-Radar, sondern in Hinterhöfen, hinter Klingelschildern und in Kiosken mit 200 Biersorten. Hier sind unsere Frankfurt-Geheimtipps zum Ausgehen – die Spots, die Locals kennen.
Wo gehen Locals in Frankfurt aus?
Die ehrliche Antwort: nicht an der Hauptwache. Das echte Frankfurter Nachtleben spielt im Bahnhofsviertel – gleichzeitig Rotlicht- und Szeneviertel, von der New York Times als Insidertipp gefeiert – sowie im traditionsreichen Sachsenhausen. Dort findest du versteckte Bars, gewachsene Clubs und eine Szene, die wenig mit der Bankenskyline zu tun hat.
Das Bahnhofsviertel – Frankfurts Szene-Herz
Kein Viertel der Stadt hat sich so gewandelt: Zwischen Spätis und Spielhallen ist das Bahnhofsviertel zur lebendigsten Bar-Gegend Frankfurts geworden. Ein paar Anlaufstellen, die den Ruf tragen:
- Kinly Bar. Versteckt in der Elbestraße, Cocktails auf hohem Niveau – und du musst klingeln, um reinzukommen. Genau die Art Spot, die man nur kennt, wenn man ihn kennt.
- Plank. Einer der angesagtesten Treffpunkte im Viertel, unkompliziert und immer voll.
- Yok-Yok. Auf dem Papier ein Kiosk, in Wahrheit eine Institution: über 200 Biersorten aus aller Welt und ein echter Szene-Treffpunkt auf dem Gehweg.
- Jambo Bar. Über 60 Gin-Sorten, dazu Streetfood auf Swahili-Art und ein Außenbereich, der im Sommer der Grund ist, hierzubleiben.
Der Reiz des Viertels ist genau diese Mischung: rau und kultiviert auf engstem Raum, ohne Samtkordel.
Sachsenhausen – zwischen Apfelwein und Subkultur
Auf der anderen Mainseite liegt Sachsenhausen, Heimat des Frankfurter Apfelweins und seiner traditionellen Lokale. Aber Alt-Sachsenhausen ist mehr als Touristen-Folklore: In den Gassen halten sich seit Jahren unabhängige Läden, darunter das gewachsene Elfer Music Club in der Kleinen Rittergasse – ein Beweis, dass das kleinere, eigensinnige Haus seinen Platz behauptet.
Der Tipp für hier: Lass die offensichtlichen Apfelwein-Großlokale links liegen und such die kleineren, gewachsenen Adressen. Dort sitzt die Stadt, nicht der Reisebus.
Für die Nacht danach: die unabhängigen Clubs
Wenn aus dem Bar-Abend eine Nacht wird, geht es weiter in die Clubs. Wo Frankfurts unabhängige Clubszene wirklich stattfindet – von Tanzhaus West bis Robert Johnson – steht in unserem Nachtleben-Frankfurt-Guide.
Bewusst ausgehen – warum das hier zählt
Viele dieser Spots gibt es nur, weil jemand das Risiko trägt, sie offen zu halten. Frankfurt hat – wie jede deutsche Großstadt – ein Clubsterben hinter sich, und die unabhängigen Läden sind die ersten, die es trifft. Der beste Geheimtipp ist deshalb auch der einfachste: Geh hin, komm wieder, und kauf dein Ticket direkt beim Veranstalter statt über einen Aggregator, der die Marge abschöpft.
Entdecke unabhängige Events in Frankfurt und unterstütze die Spots, die diese Stadt nachts lebendig halten.
