Der Unterschied ist kein Größenunterschied, sondern ein Kategorieunterschied. eventim.de ist ein Portal, auf dem Menschen Tickets suchen und kaufen. EVENTIM.Light ist ein Selbstbedienungs-Werkzeug, mit dem du deinen eigenen Ticketshop anlegst und selbst betreibst. Verbunden sind die beiden durch genau eine Zeile in der Preisliste: eine optionale Netzwerk-Distribution für zusätzlich 10 % pro Ticket auf den Basispreis, mit der dein selbst angelegtes Event auch im EVENTIM-Portal erscheint.
Diese Zeile ist der eigentliche Unterschied, und sie wird selten zu Ende gerechnet. Genau das machen wir weiter unten — mit echten Ticketpreisen und beiden Varianten, je nachdem wer die Gebühr am Ende trägt.
Alle Angaben über EVENTIM.Light in diesem Artikel stammen von deren eigenen, öffentlichen Seiten und tragen ihr Lesedatum. Nichts davon musst du uns glauben; jede Zeile ist nachschlagbar.
Warum wird nach dem Unterschied zwischen Eventim und EVENTIM.Light gesucht?
Weil beide Produkte denselben Markennamen tragen und im Alltag völlig unterschiedliche Dinge tun. Der eine Name steht für ein sehr großes Ticketportal, das ein Endkunde kennt. Der andere steht für ein Werkzeug, das ein Veranstalter bedient. Wer beruflich zum ersten Mal Tickets verkaufen muss, sucht nicht nach einem Vergleich — er sucht nach einer Einordnung.
Diese Einordnung ist online schlecht dokumentiert. Als wir am 25.08.2026 die KI-Übersicht von Google zu dieser Frage ausgelesen haben, war die einzige nicht zu EVENTIM gehörende Textquelle darin ein Beitrag vom 14.05.2018 (theclubmap.com, gelesen am 25.08.2026). Er beschreibt EVENTIM.Light als für Veranstalter kostenfrei und erwähnt die Netzwerk-Option mit ihren 10 % an keiner Stelle.
Was ist EVENTIM.Light?
EVENTIM.Light ist das Self-Service-Ticketing der CTS EVENTIM. Du legst dein Event selbst an, bekommst einen eigenen Ticketshop und verkaufst darüber.
Zwei Punkte davon sind für kleine Veranstalter tatsächlich stark, und beide stehen auf der Preisseite (eventim-light.de/preise, gelesen am 25.08.2026):
- „0 € Einrichtungskosten" — du zahlst nichts, um anzufangen.
- „Du entscheidest, wann und wie oft du EVENTIM.light nutzt – ohne Vertragslaufzeit oder Fixkosten" — kein Abo, keine Bindung, keine Grundgebühr zwischen zwei Veranstaltungen.
Dazu kommt eine Transparenz, die wir im deutschen Ticketing nicht überall finden: Die Gebühren stehen vollständig und öffentlich auf einer Seite, und laut derselben Seite gilt „Alles drin! Bei uns sind Zahlungsgebühren oder Umsatzsteuer bereits in den Ticketgebühren enthalten." Es gibt also keinen zweiten Posten, der nach dem Event noch dazwischenfunkt.
Was ist eventim.de — und wie hängt EVENTIM.Light damit zusammen?
eventim.de ist der Marktplatz: die Seite, auf der jemand nach einem Konzert sucht, ohne dich zu kennen. Diese Reichweite gehört nicht zu EVENTIM.Light, sondern wird dazugebucht.
Auf der Preisseite steht sie als eigener Posten: die Distribution über das EVENTIM-Netzwerk kostet „+ 10% pro Ticket auf den Basispreis" (gelesen am 25.08.2026). Mehr Brücke gibt es zwischen den beiden Produkten nicht. Ohne diesen Posten ist dein Light-Event ein Shop, den nur Leute finden, die du selbst hinschickst. Mit ihm liegt es im Portal und in dessen Vorverkaufsstellen.
Ein sauberer, offen ausgepreister Deal — und für viele Veranstalter sein Geld wert. Er ist nur eben nicht das, was das Wort „kostenlos" nahelegt.
EVENTIM.Light Gebühren: einmal zu Ende gerechnet
Zuerst die Frage, an der alles hängt: Wer trägt die Gebühr? Das entscheidest du. Auf derselben Preisseite steht, du könnest „die günstigen Gebühren selbst tragen oder an deine Ticketkäufer weitergeben" (gelesen am 25.08.2026). Diese eine Zeile verändert jede Rechnung unten, deshalb steht sie hier oben und nicht im Kleingedruckten.
Die Bruttogebühr für den eigenen Shop und die Tageskasse lautet: 3,5 % + 0,49 € pro Ticket bei einem Basispreis bis 6,99 €, und 3,5 % + 0,99 € pro Ticket ab 7,00 € (eventim-light.de/preise, gelesen am 25.08.2026). Daraus folgt dreierlei:
Bei 15 € Basispreis. Eigener Shop: 0,53 € + 0,99 € = 1,52 € pro Ticket, gut 10 % vom Basispreis. Mit Netzwerk-Option kommen 1,50 € dazu: 3,02 €, rund 20 %. Die Reichweite verdoppelt also deine Gebühr pro Ticket. Trägst du sie selbst, bleiben dir statt 13,48 € noch 11,98 € pro Ticket; gibst du sie weiter, kostet dasselbe Ticket den Käufer 18,02 € statt 16,52 € (eigene Rechnung auf den Tarifen von eventim-light.de/preise, gelesen am 25.08.2026).
Bei 35 € Basispreis. Eigener Shop: 1,23 € + 0,99 € = 2,22 €, gut 6 %. Mit Netzwerk-Option 3,50 € mehr: 5,72 €, gut 16 % (eigene Rechnung auf den Tarifen von eventim-light.de/preise, gelesen am 25.08.2026). Je teurer das Ticket, desto größer der Anteil der prozentualen Netzwerkgebühr an der Gesamtgebühr.
Und die Stufe bei 7,00 € hat eine harte Kante. Ein Ticket zu 6,99 € kostet 0,73 € Gebühr, ein Ticket zu 7,00 € kostet 1,24 €. Ein Cent mehr Basispreis erzeugt 50 Cent mehr Gebühr. Bei dir selbst bleiben dadurch 49 Cent weniger — der zusätzliche Cent Basispreis ist dabei schon gegengerechnet; gibst du sie weiter, zahlt dein Käufer 51 Cent mehr. (Gerechnet wird durchgehend mit den ungerundeten Beträgen; die Anzeige oben ist auf Cent gerundet.) Wenn du die Gebühr selbst trägst, musst du auf etwa 7,51 € gehen, um netto dasselbe zu behalten wie bei 6,99 € (eigene Rechnung auf denselben Tarifen, gelesen am 25.08.2026). Bei einem Beispiel-Vorverkauf von 300 Tickets geht es bei diesem einen Cent um rund 150 € Gebühr.
Stufenmodelle sind normal, und diese ist wenigstens veröffentlicht. Sichtbar wird die Kante trotzdem erst, wenn jemand die Rechnung zu Ende macht.
Zur Auszahlung, weil sie zur Planung gehört: Sobald du den Status deines Events auf abgeschlossen setzt, „erfolgt die Abrechnung innerhalb von fünf Werktagen" (eventim-light.de/haeufige-fragen, gelesen am 25.08.2026). Wer aus dem Vorverkauf Gagen oder Technik vorfinanziert, wartet also bis nach der Veranstaltung.
Ist EVENTIM.Light seriös?
Ja, und das lässt sich an nachprüfbaren Dingen festmachen statt an einem Gefühl. Anbieter ist die CTS EVENTIM, die auf ihrer eigenen Konzernseite schreibt, sie sei „seit 2000 börsennotiert" und „Mitglied des MDAX" (corporate.eventim.de, gelesen am 25.08.2026). Die Preise sind vollständig öffentlich, die Vertragsfreiheit ist auf der eigenen Seite ausgeschrieben, und die Gebühren enthalten Zahlungsabwicklung und Umsatzsteuer, statt sie später nachzureichen.
Seriös heißt aber nicht vollständig, und eine Beobachtung gehört dazu: Die öffentliche FAQ-Seite von EVENTIM.Light (eventim-light.de/haeufige-fragen, gelesen am 25.08.2026) behandelt Käuferdaten an keiner Stelle — weder Datenexport noch Teilnehmerliste noch die Frage, wer Vertragspartner des Käufers ist. Das ist eine Aussage über die Abdeckung dieser Seite an diesem Tag, ausdrücklich keine über die tatsächliche Praxis. Wenn dir Gästedaten wichtig sind, klär das im Vertrag, bevor du dich festlegst.
Für wen eignet sich EVENTIM.Light — und für wen die Netzwerk-Option?
Eigener Shop, ohne Netzwerk, passt, wenn dein Publikum dich ohnehin findet: Stammpublikum, Instagram-Reichweite, ein Verteiler, eine Szene. Die Gebühr liegt dann bei 15 bis 35 € Basispreis zwischen gut 6 und gut 10 % — bei billigen Tickets deutlich höher, bei 7,00 € sind es 17,6 %.
Mit Netzwerk-Option passt, wenn du Menschen erreichen musst, die dich nicht kennen: ein Format ohne Publikum, eine neue Stadt, ein Name, der noch nichts auslöst. Dafür sind 10 % ein realistischer Preis, und wir tun hier nicht so, als sei das teuer. Etwas Vergleichbares zu dieser Portalreichweite haben wir bei Movent nicht, und wer sie braucht, bekommt sie über diesen Weg.
Wichtig ist vor allem: Es ist eine Entscheidung, keine Eigenschaft des Produkts. Wer die Reichweite dazubucht, sollte den Aufschlag gegen das rechnen, was sie tatsächlich an Käufern bringt, die ihn sonst nicht gefunden hätten — und diese Rechnung lässt sich nach dem ersten Event aufmachen.
Was mit beiden Wegen nicht mitkommt
Auf der Funktionsseite von EVENTIM.Light stehen zwölf Funktionen — von der Eventanlage über den eigenen Shop bis zur kostenlosen Scan-App. Ein Treue- oder Punktesystem ist nicht darunter (eventim-light.de/funktionen, gelesen am 25.08.2026). Ein Ticketsystem verkauft Tickets; Wiederkehr zu messen ist schlicht eine andere Aufgabe.
Wer über das Portal verkauft, verliert zusätzlich die Nähe zum Gast. Warum gemietete Reichweite keine eigene Beziehung ergibt, haben wir an anderer Stelle ausführlich auseinandergenommen: Treueprogramm parallel zu EVENTIM.Light.
Und wenn dir bei beiden dasselbe fehlt?
Dann ist das eine eigene Baustelle, nicht zwangsläufig ein Anbieterwechsel — ein Treueprogramm lässt sich unabhängig von der Wahl zwischen Eventim und EVENTIM.Light betreiben, daneben und ohne technische Anbindung.
Movent ist Ticketing mit eingebautem Stammgäste-Programm, gebaut für die unabhängige Live-Szene. Die Zahlen dahinter sind gemessen: 8.227 bezahlte Tickets, über 240.000 € Ticketvolumen und 7.016 erfolgreich gescannte Tickets an echten Türen bei einer Erfolgsquote von 96,5 % (eigene Plattformdaten, Stand 24.08.2026).
Ehrlich dazu, weil wir denselben Maßstab an uns anlegen: Das greift nur bei Gästen, die sich einmal anmelden, und der Großteil unserer eigenen Käufe läuft bis heute als Gast-Checkout — bei uns tragen 5,70 % der bezahlten Bestellungen ein Konto. Im August waren es 3,5 % der Tickets, im Juli 8,8 %: Die Quote ist zuletzt gefallen, nicht gestiegen (eigene Plattformdaten, Stand 24.08.2026). Wir schreiben das hin, weil eine Kennzahl, die man nur im guten Monat zeigt, keine Kennzahl ist.
Wer über einen Wechsel nachdenkt, findet die Rechnung als EVENTIM.Light Alternative hier; wer erst den Markt sortieren will, den breiteren Überblick über deutsche Ticketing-Plattformen. Und wer sehen will, wie das bei uns konkret aussieht: für Veranstalter.
Häufige Fragen
Was ist EVENTIM.Light? Das Self-Service-Ticketing der CTS EVENTIM: Events legst du selbst an und verkaufst über einen eigenen Ticketshop, laut Anbieter ohne Einrichtungskosten und ohne Vertragslaufzeit (eventim-light.de/preise, gelesen am 25.08.2026).
Ist EVENTIM.Light dasselbe wie Eventim? Nein. eventim.de ist das Portal, auf dem Endkunden Tickets kaufen; mit EVENTIM.Light verkauft ein Veranstalter selbst. Verbunden sind die beiden über die optionale Netzwerk-Distribution.
Ist EVENTIM.Light seriös? Die überprüfbaren Punkte sprechen dafür: ein börsennotierter deutscher Konzern als Anbieter, vollständig veröffentlichte Preise, keine Vertragsbindung, Zahlungsgebühren und Umsatzsteuer in der Ticketgebühr enthalten.
Wer zahlt die EVENTIM.Light Gebühren — ich oder mein Käufer? Das entscheidest du. Laut Preisseite kannst du die Gebühren selbst tragen oder an die Ticketkäufer weitergeben (gelesen am 25.08.2026). Die Höhe ändert sich dadurch nicht, die Wirkung auf Rohertrag und Endpreis schon.
Was kosten die EVENTIM.Light Gebühren wirklich? 3,5 % plus 0,49 € pro Ticket bis 6,99 € Basispreis, 3,5 % plus 0,99 € ab 7,00 €. Wer zusätzlich ins EVENTIM-Portal will, zahlt 10 % des Basispreises obendrauf — bei einem 15-€-Ticket sind das zusammen rund 3,02 € statt 1,52 €.
Ersetzt die Netzwerk-Option den eigenen Shop? Nein, sie kommt dazu. Der eigene Shop bleibt bestehen; die Option stellt dein Event zusätzlich ins Portal und in dessen Vorverkaufsstellen.
Für wen eignet sich EVENTIM.Light als Veranstalter? Für alle, die ohne Vertragsbindung und ohne Fixkosten starten wollen. Ob du die Netzwerk-Option dazunimmst, entscheidest du danach, wie viel deiner Nachfrage du selbst mitbringst.
